Digitalsteuer ab Juli 2026: Das müssen Werbetreibende wissen
Ab dem 01. Juli 2026 wird Online-Werbung in einigen europäischen Ländern teurer. Wer aktuell Werbeanzeigen über Plattformen wie Meta (u.a. Facebook und Instagram), aber auch Amazon schaltet, sollte genau hinschauen.
Der Grund: In mehreren europäischen Ländern tritt eine sogenannte Digitalsteuer in Kraft und diese wird nicht von den Plattformen selbst getragen, sondern direkt an die Werbekunden weitergegeben.
Was steckt hinter der Digitalsteuer?
Einige europäische Länder erheben künftig eine Steuer auf digitale Werbeleistungen. Dazu zählen unter anderem Frankreich, Italien, Spanien, Österreich sowie das Vereinigte Königreich.
Meta hat bereits angekündigt, diese zusätzlichen Kosten nicht selbst zu übernehmen. Stattdessen werden sie als sogenannte „Standortgebühr“ (Location Fee) direkt auf die Werbekunden umgelegt.
Die Zusatzkosten liegen je nach Land zwischen 2 % und 5 %. Diese wird auf deine Werbeausgaben aufgeschlagen und kann damit deine Kampagnen spürbar verteuern.
Auch wenn Deutschland aktuell keine eigene Digitalsteuer plant, betrifft dich das Thema trotzdem, selbst als deutscher Unternehmer. Denn entscheidend ist nicht der Sitz deines Unternehmens, sondern das Land, in dem deine Werbung ausgespielt wird. Schaltest du also Anzeigen, die z. B. in Frankreich oder Österreich ausgespielt werden, fällt dort automatisch die entsprechende Steuer an.
Gerade Unternehmen, die stark auf Performance-Marketing über Meta-Plattformen setzen, sollten ihre Strategien frühzeitig überprüfen.
Fazit
Die Einführung der Digitalsteuer ist ein klarer Kostenfaktor, den du nicht ignorieren solltest. Besonders bei international ausgerichteten Kampagnen kann sich das schnell bemerkbar machen.
Wer vorbereitet ist, kann jedoch gegensteuern, etwa durch gezieltere Kampagnenausrichtung oder eine Anpassung der Budgetplanung.
Unser Tipp: Prüfe schon jetzt, in welchen Ländern deine Anzeigen ausgespielt werden und kalkuliere mögliche Zusatzkosten ab Juli 2026 mit ein.




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